„Und du isst jetzt also nur noch Gras?“

Gestern hatte ich großen Familienbesuch. Daher gab es auch keinen Eintrag. Was ich mir gestern auf den Teller gezaubert habe erfahrt ihr gleich. Zunächst einmal widme ich mich dem Thema Unverständnis.

Meine Mutter ist auf einem Bauernhof großgeworden. Mit Kühen, Schweinen, Hühnern, viel Land, viel Trecker, viel Arbeit. Das meine Oma aus einem ultra katholischen Dorf im Emsland mit ihren 80 Jahren kaum Verständnis für vegane Ernährung haben würde war mir klar. Für sie ist Tier immer gleich auch Nutztier und damit absolut zum Verzehr geeignet. Mit ihr über meine Ernährungsumstellung zu diskutieren halte ich für absolut Sinnlos, wenig ergiebig und sowieso einfach unnötig.
Trotzdem war ich überrascht, dass sie noch am Verständnisvollsten reagiert hat. Zusammen mit meiner Mutter. Sie meinte zwar sie könne „das nicht“, fände es aber gut, dass ich mich nach jahrelangen Beschwerden und ewigen Leidens (mein Magen und ich sind ja wie zu Anfang erwähnt durch schwere Zeiten gegangen), endlich mal mit dem Thema Ernährung auseinandersetze und wenn das eben das richtige für mich ist dann findet sie das gut.

Mein Onkel, meine Brüder und auch mein Vater dagegen reagierten wie dumme Schuljungen in der Pubertät.
Ich halte nichts vom Missionieren und habe auch in all den Jahren, in denen ich nun schon vegetarisch Lebe, nicht versucht meine Familie auf die „dunkle Seite der Macht“ zu ziehen. Jeder soll so Leben wie er möchte. Auch wenn mir die Kühlschrankfüllung meiner Eltern nicht immer gefällt, finde ich es schwierig wenn Menschen sich hinstellen und sagen „ICH WEIß ALLES BESSER!“. (Auch wenn ich es defacto tue 😉 )
Wenn ich aber nun Verständnis für ihre Ernährungs-, Lebens- oder was auch immer Weise aufbringen muss, dann sollen sie mir auch das nötige Verständnis entgegen bringen. Dumme Sprüche wie: „Du isst also jetzt nur noch Gras“ sind sowas von dämlich (und seit 1980 weder neu noch lustig).

Ich finde es irgendwie erschreckend, dass Veganer, Vegetarier, Pescetarier etc. heutzutage immer noch belächelt werden. HALLO 2015! In der Mensa meiner Uni gibt es jeden Tag ein Veganes-Gericht, im Supermarkt (sogar bei ALDI) gibt es fleischfreie Alternativen, sogar Steakhäuser führen mittlerweile (mindestens) vegetarische Gerichte in ihrer Speisekarte. Und trotzdem tun Menschen noch so, als sei man ein Alien. Traurig!

Soooo nachdem ich nun meinem Unmut freien Lauf gelassen habe berichte ich noch kurz was ich mir gestern leckeres gekocht habe.

Super fixe Auberginen-Tofu-Pasta (mit grünen Nudeln)

Ihr braucht:
Grüne Bandnudeln
Hafe Kochcreme
1 Aubergine
Tomatenmark
Tomaten-Paprika Tofu
Cherrytomaten
Salz
Pfeffer
Oregano

Zunächst: Nudeln aufsetzten.
Während diese vor sich hin köcheln: Auberginen und das Tofu würfeln und in einer Pfanne anbraten. Tomatenmark hinzugeben und anschließend mit der Kochcreme ablöschen.
Cherrytomaten halbieren und dazu geben. Abschließend mit Salz, Pfeffer und Oregano (ihr könnt gerne auch weitere Gewürze hinzugeben) abschmecken.

Zum Abschluss die abgegossenen Nudeln noch kurz mit in die Pfanne geben und ordentlich durchrühren.

Super schnell und super lecker.
Ein tolles Gericht in ca. 15 min 🙂

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